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Thema: Mathematik das Problemfach von vielen

  1. #1
    Einsteiger
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    Standard Mathematik das Problemfach von vielen

    Sehr geehrte Leserschaft

    Von vielen meiner Kollegen hör ich, dass sie grosse Probleme mit der Mathematik haben. Einer hat nur wegen der Mathematik die Aufnahmeprüfung für die Berufsmaturität nicht bestanden, weil er da eine 2 hatte (bei uns ist 6 das Beste, 1 das Schlechteste).

    In meiner Klasse haben alle sehr grosse Mühe dem Stoff mitzukommen. So hatten wir das letzte halbe Jahr mit einem einzigen Thema die Zeit vertrieben. 3 Wiederholungsprüfungen war das Ergebniss. In allen Prüfungen war der Klassenschnitt ungenügend (unter einer 4.) wobei das erste Mal lag der Schnitt bei einer 3, danach steigerte es sich um eine halbe Note und zum Schluss kam der Schnitt in die Gegend von einer 4. Ich selbst hatte keine Probleme mit diesen Prüfungen und erreichte Notenen wie: 5.2; 7.2; 7.3 und 5.8. Obwohl der Lehrer keine Noten über 6 geben dürfte. So hatte ich am Ende eine 6.5 im Gesamtschnitt und fühle mich vom Lehrer verarscht. er hob beinahe jedes Mal den Klassenschnitt und verhalf somit meinen Mitschülern zu einem Schlussergebnis, dass sie nicht direkt aus der Berufsmatura wirft. Desweiteren gab er bekannt, dass er eine dieser Noten streichen wird.

    Ich habe mich deshalb gefragt woran es liegen kann, dass viele der Schüler die Mathematik nicht kapieren.

    Bei meiner Klasse kam ich zum Entschluss, dass es auf der einen Seite der Lehrer ist, der die ganzen mathematischen Dinge nicht sehr gut erklärt und auf eine Weise, die nicht jeder versteht. Als der Lehrer eine Lektion fehlte, gab ich meiner Klasse kurz ein bisschen Unterricht und da sagten nach der Stunde viele, dass ich es besser erklären könne als der Lehrer, der auf seinem Fach studiert ist...
    Jedoch muss ich auf der anderen Seite auch sagen, dass viele der Schüler die Hausaufgaben nur teilweise oder gar nicht lösen. Es fehlt an einem Motivationsschwung bei vielen.


    Wie ergeht es euch mit der Mathematik?
    Nehmt ihr Nachhilfeunterricht um da einigermassen mitzukommen?
    Was haltet ihr von der Geschichte meines Lehrers und mir?

  2. #2
    Forenlegende Avatar von Tompa
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    Standard

    Ich studiere selbst Mathe auf Lehramt, fühle mich also verpflichtet, mich in diesem Thread zu Wort zu melden

    Ein Hauptproblem ist, die psychischen Vorurteile gegen die Mathematik. Ein Kind wächst auf und hört immer wieder Menschen über die Mathematik klagen. Seien wir mal ehrlich: Man hört doch bedeutend öfter Menschen, die sich über das Fach Mathematik/Physik beschweren, als Menschen, die über Deutsch jammern.
    Wenn ich nun jahrelang von meiner Umgebung zu hören bekomme, dass Mathematik doch so kompliziert ist und dass alle froh waren, es gerade so bestanden zu haben, dann ist es doch kein Wunder, wenn sich in meinem Kopf diverse Blockaden gegen das Fach aufbauen.

    Eigentlich ist die Mathematik nicht wirklich schwer, aber viele versuchen gar nicht erst, sich mit dieser Materie ordentlich zu befassen. Sie lehnen es direkt ab, weil sie es ja, in ihren Augen, sowieso nicht verstehen.
    » Euklid: "Was keine Teile hat ist ein Punkt."
    » Erhardt: "Man macht gewöhnlich viele Worte, wenn man nichts zu sagen hat."
    » Lindgren: "Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war."


  3. #3
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    Standard

    Ich glaube auch, dass vieles am schlechten Erklärstil liegt.
    Ich gebe Nachhilfe in Mathe und Physik, und sehe da oft Erfolge.
    Es gibt auch Schüler, bei denen "Hopfen und Malz verloren" ist, aber die meisten schaffen schon eine Notenstufe besser, wenn sie mit Nachhilfe anfangen.
    Das ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass sich diese Schüler dann mehr mit dem Thema beschäftigen, nicht nur die bessere Erklärung alleine hilft ihnen.

    Ich finde es einerseits schade, dass die meisten so schlecht sind und sich für solche faszinierenden Themen nicht interessieren , aber ich bin auch bisschen froh drüber, denn nur dadurch hab ich soviel Kundschaft

  4. #4
    Forenguru Avatar von stoerenfried
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    Es kommt drauf an worum es geht, wenn ich nur an Kurvendiskussion denke wird mir schlecht, ich hab mit ner guten Freundin den Kram gelernt aber es hat nichts genützt. Am Ende stand ich dann auf 4-, wie im Halbjahr davor. In Physik hatte ich in den beiden Halbjahren übrigens jeweils ne 1.
    to whom it may concern...

  5. #5
    Vielschreiber Avatar von Filzo
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    Standard

    Ich finde Mathe prinzipiell ziemlich interessant, was sich aber leider nicht in meinen Noten im Mathe-Leistungskurs widerspiegeln konnte. Am Ende hatte ich, wenn ich mich richtig erinnere, 8 Punkte in Mathe, entsprechend einer 3.
    Bei mir war aber wohl immer der fehlende Fleiß das Problem, Mathe hat mich nie abgeschreckt.
    When the world is too dark and I need the light inside of me I'll walk into a bar and drink fifteen pints of beer

  6. #6
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    mathe war nie wirklich mein ding, habe mich deshalb auch nie wirklich damit beschaeftigt. musste ich auch nicht, weil ich nach der 8. klasse eh fast nur sprachen gemacht habe. bis dahin war ich egtl gar nicht schlecht drin, geometrie hat mir immer gut gefallen weil ich mir die koerper vorstellen konnte....
    ein ungebildeter mensch ist die karikatur seiner selbst (friedrich schlegel)

  7. #7
    kat
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    meiner meinung nach kommt es au ganz auf den lehrer an.
    ich konnte mit mathe au nie was anfangen, bis zum abi. da hatte ich ne super mathelehrerin und auf einma hab ich an dem kuddelmuddel teilweise sogar spaß gehabt und au ne super mathe-abi-prüfung geschrieben.
    hätte mir das jahre davor einer gesagt, dass ich ma mit die beste in mathe sein werde, den hätt ich ausgelacht

  8. #8
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    hm, wird wohl wie mit logik sein: ich hab das fach auch immer gehasst, weil uns der prof das nicht vernuenftig erklaert hat. bis ich einen kollegen aus nem hoeheren studienjahr gefragt wie das nun egtl ist, und dann war alles klar.....
    ein ungebildeter mensch ist die karikatur seiner selbst (friedrich schlegel)

  9. #9
    Stammgast Avatar von Rainer
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    Uffa! Mathe war auch immer meine ganz große Schwäche. Liegt wohl sogar in der Familie, denn meine Geschwister waren in Mathe auch eher mies.
    Wieso es gerade Mathe ist, weiß ich auch nicht, denn an sich ist ja Mathe ein logischer Gegenstand, für den man im Grunde nicht viel Grips braucht, weil sich die Dinge logisch ergeben.
    Dabei sind zumindest grundlegende mathematische Fähigkeiten enorm wichtig. Rauminhalt ausrechnen oder Bruchrechnen sollte man schon können. Es ergeben sich immer wieder Gelegenheiten, wo man es benötigt.

  10. #10
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    Für mich fiel das Verstehen der Mathematik stets mit dem Lehrer und dem Umfeld.
    Auf dem Gymnasium hatte ich ne Mobbingklasse, die meine Motivation in den Keller rutschen ließ und Lehrkräfte, bei denen mein Hirn einfach nicht verstand, was sie überhaupt von mir wollten.
    Schule gewechselt, alles lief wunderbar von da an: die Lehrerin hatte es echt drauf, ihren Stoff verständlich zu vermitteln. Meine erste Note war ne 1, danach folgten ständig 1er und 2er anstatt 4er, 5er, 6er. Ich konnte es erst nicht glauben, aber es war Tatsache.
    An der Fachhochschule schließlich war es mir wiederum nicht möglich, den mathematischen Ergüssen der greisen Professorin zu folgen.
    Studium abgebrochen, Ende im Gelände. Gut, der Abbruch erfolgte nicht vordergründig wegen Mathe, aber ne Prüfung in dem Fach hätte ich nie und nimmer bestanden.

  11. #11
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    Ich hab nun 10 Jahre schule hinter mir und war immer gut in mathe, manchmal der beste. Ich denke das ist Naturgegeben wie gut man mit dieser abstrakten welt der mathematik umgehen kann. Letztens wurde ja auch einsteins gehirn gefunden ( kein scherz ) und man hat es untersucht und es hat sich rausgestellt, dass er überlappungen vorne hat, weswegen er sich um 20% besser als normale menschen konzentrieren kann.

  12. #12
    Stammgast Avatar von Rainer
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    @ Solitaire
    Mein BWL-Studium scheiterte auch an der Mathematik ... Ich weiß nicht, ob es "naturgegeben" ist, wie wasserpumpe meint. Mit einem, sagen wir, "normalen" Verstand kann man zumindest solides Wissen auf jedem Gebiet erwerben. Aber wie du auch schreibst: Motivation und gute Lehrkräfte sind enorm wichtig, um sich gewissermaßen überwinden zu können, statt zu verkrampfen.

  13. #13
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    Wer sich über Mathe in der Schule beschwert, der soll das mal an der Uni probieren. Was man in der Schule als Mathe hat ist nur stumpfes herumgerechne. An der Uni wollen sie aufeinmal, dass du alles und jedes was du tust auch mit endloslagen beweisen beweist. Da darfste nichtmal 3+3 = 6 sagen ohne einen Beweis.

    Abgesehen davon stimme ich zu, dass das wohl eher ein psychisches Problem ist. Mathe ist meiner Ansicht nach extrem wichtig und gehört zu einer allgemeinen Schulbildung auch unbedingt dazu, und zwar nichtnur + - * und geteilt, sondern auch Integral- und Differentialrechnung halte ich für ziemlich elementar. Sollte man zumindest als Abiturient mal gesehen haben. Auch Matrizen wären mal erwähnenswert. Ohne den ganzen Kram würde euer Computer nicht funktionieren, euer Auto nicht fahren, eigentlich garnichtsmehr funktionieren.

  14. #14
    Forenlegende Avatar von Tompa
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    Zitat Zitat von DirtyLittleHelper Beitrag anzeigen
    Wer sich über Mathe in der Schule beschwert, der soll das mal an der Uni probieren. Was man in der Schule als Mathe hat ist nur stumpfes herumgerechne. An der Uni wollen sie aufeinmal, dass du alles und jedes was du tust auch mit endloslagen beweisen beweist. Da darfste nichtmal 3+3 = 6 sagen ohne einen Beweis.
    So extrem war das bei meinem Mathestudium nicht
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    » Lindgren: "Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war."


  15. #15
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    "Ich weiß aber, dass es so ist, in Physik rechne ich seit einem Jahr damit!"

    "Tja, in der Vorlesung wurds noch nicht bewiesen, du hast es nicht bewiesen, also Pustekuchen. Viel Spaß!"

    Verrückte Leute. ;-)

  16. #16
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    Zitat Zitat von DirtyLittleHelper Beitrag anzeigen
    "Ich weiß aber, dass es so ist, in Physik rechne ich seit einem Jahr damit!"

    "Tja, in der Vorlesung wurds noch nicht bewiesen, du hast es nicht bewiesen, also Pustekuchen. Viel Spaß!"

    Verrückte Leute. ;-)
    Klar, Beweise sind auch wichtig in der Mathematik. Aber 3+3 musste nun wirklich noch niemand bei uns beweisen.
    » Euklid: "Was keine Teile hat ist ein Punkt."
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  17. #17
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    Naja, gut, das war wohl etwas übertrieben, aber warum zum Teufel soll ich irgendwelche trigonometrischen Sätze beweisen, die in jeder Formelsammlung stehen ? :>

  18. #18
    Forenlegende Avatar von Tompa
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    Na, weil es ein Mathestudium ist.

    Du machst ja auch im Chemie-Studium Experimente und vertraust nicht nur der Literatur
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    » Lindgren: "Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war."


  19. #19
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    Am liebsten würde ich den ganzen abgehobenen Profs eines flüstern, wenn sie nach dem "Warum" fragen: WEIL ES EBEN SO IST!

  20. #20
    Forenlegende Avatar von Tompa
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    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    Am liebsten würde ich den ganzen abgehobenen Profs eines flüstern, wenn sie nach dem "Warum" fragen: WEIL ES EBEN SO IST!
    Interessant sind auch die folgenden Beweise:

    - Schneiden sich zwei parallele Geraden? (Was bedeutet überhaupt parallel?)
    - Gibt es mehr natürliche oder rationale Zahlen?
    - Gibt es unendlich viele Primzahlen? ...
    » Euklid: "Was keine Teile hat ist ein Punkt."
    » Erhardt: "Man macht gewöhnlich viele Worte, wenn man nichts zu sagen hat."
    » Lindgren: "Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war."


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