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Thema: Deutschland rechtschreibt neu

  1. #1
    Forenlegende Avatar von Tompa
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    Standard Deutschland rechtschreibt neu

    Was haltet ihr von den Rechtschreibreformen und dem ständigen Hin und Her?

    Auch wenn ich mit der Meinung vielleicht eher der Minderheit angehöre, finde ich die Reformen auf jeden Fall sinnvoll und bin froh, dass es sie gab / gibt.

    Die neuen Regelungen beherrsche ich noch lange nicht alle. Ich bin aber bemühnt sie nach und nach zu lernen
    » Euklid: "Was keine Teile hat ist ein Punkt."
    » Erhardt: "Man macht gewöhnlich viele Worte, wenn man nichts zu sagen hat."
    » Lindgren: "Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war."


  2. #2
    Anfänger Avatar von sero
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    Ich hatte in meiner letzten Deutschklausur 38!!! fehler, weil ich einfach nicht wusste was jetzt wie geschreiben wird. Ich habe in der Grundschule die alte, alte Rechtschreibreform gelernt, dann 5-11 die alte, neue Rechtschreibreform und jetzt ab der 12 die neue, neue wie zum Teufel soll man da behalten was wie geschreiben wird?
    Ich finde da Englisch wesentlich einfacher
    Urs Prima Nocte - Fürst müsse man sein!

  3. #3
    Stammgast Avatar von RedCaboose
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    Trotzdem hätt man sich das hin und her sparen können.
    In Gewissen Fällen ist es sicherlich einfacher geworden, aber ich hab so viele Reformen mit erlebt, dass ich schon dankend dem Studium entgegen sehe, um zu wissen, wie ich was schreiben muss.

  4. #4
    Stammgast Avatar von Shorty
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    Ich habs aufgegeben zu versuchen auf dem neusten Stand zu bleiben.. ich schreib nach Gefühl und hab damit auch meistens Glück.. Fand die erste Reform teilweise sinnvoll, z.B. die Regelung ß oder ss und teilweise die Kommaregelungen.. anderes ist schwer nachzuvollziehen und sinnlos..
    Uh la la...!

  5. #5
    Vielschreiber Avatar von nero
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    Habe in der Primärschule glaube die von 96 gelernt. Kann das sein?
    Habe kein Problem damit und mach es sowieso aus dem Gefühl heraus. Ich habe keine Grammatik mehr also kein Problem

  6. #6
    Junior
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    also durch viele Regelungen ist es sicherlich einfacher geworden (ss/ß, kommata...), und ich hatte damit auch größtenteils keine Probleme, und finde die ganze sache im Prinzip nicht schlecht, aber dieses ganze Hin und her nervt wirklich...
    da steigt man gar nicht mehr durch und wenn selbst viele Lehrer zu uns sagen, sie wissen nicht wie es geschrieben wird und schreiben deswegen nach der alten Rechtschreibung (oder sie schreiben grundsätzlich nach der alten Rechtschreibung), dann ist das ganze schon ein bissl blöd zu lernen und etwas unübersichtlich...
    außerdem wird das ganze noch dadurch komplizierter, dass einige Autoren von Büchern, die in der Schule gelesen werden, nicht wollen, dass ihr buch in neuer rechtschreibung geschrieben werden und viele Zeitungen auch bei der alten Rechtschreibung geblieben sind (obwohl ja auch die schon nicht mehr so ganz die sture Haltung haben wie vorher und zu Kompromissen bereit sind)...trotzdem...wie soll man da den überblick behalten, vor allem, wenn man von der alten auf die neue Rechtschreibung umgestiegen ist, und nicht die neue von Beginn die neue gelernt hat?!

  7. #7
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    Also ich muss sagen, ich kann die Reform aus meiner Sicht nur gutheißen. Was früher war, scheint wirklich schlimmer gewesen zu sein.

    Aber diese Kommaregeln hasse ich. Ich hab das mit den Kommas (jaja Kommata) auch nich so drauf irgendwie. Versaut mir jede Diktatnote die scheiß Kommasetzung. Keine Rechtschreibfehler aber dafür 5 falsche Kommata. -- > Note 3

  8. #8
    Forenlegende Avatar von Tompa
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    Hier mal ein Link zu einem sehr interessanten PDF-Dokument: http://www.bmbwk.gv.at/medienpool/13616/rs_info06.pdf
    » Euklid: "Was keine Teile hat ist ein Punkt."
    » Erhardt: "Man macht gewöhnlich viele Worte, wenn man nichts zu sagen hat."
    » Lindgren: "Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war."


  9. #9
    Fortgeschrittener Avatar von Sändüüü
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    Da denk ich mir immer: schon wieder? wir hatten doch erst vor kurzem eine...sie sollten sich halt mal im Klaren sein, was jetz los ist und was wirklich nötig ist
    Langeweile ist unser größter Feind

  10. #10
    Stammgast Avatar von bvql
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    Die meisten dürften anhand meiner Beiträge gemerkt haben, daß ich die neuen Regeln ignoriere, wenngleich ich sie beherrsche. Ich wende sie nur bei Deutschprüfungen an, ansonsten brauche ich sie nicht. Bislang hatte ich nur drei Bücher in der Hand, die nicht in alter Rechtschreibung abgedruckt waren, davon war ein Buch eine Übersetzung aus dem Englischen, ein Buch war ein Fachbuch über Java-Programmierung (igitt), und das dritte Buch war von Wolf Haas, der aber ohnehin eine Sprache für sich ist. Die neue ß-Schreibung ist mir ein Greuel.

    Die Rechtschreibreform wird aber gern aus faule Ausrede für allgemeine Rechtschreibschwäche genutzt. Die meisten Fehler passieren nämlich in Gebieten, die von der Reform nicht betroffen sind, nämlich Apostrophe und Alleinstellungsmerkmale (Deppenleerzeichen). So schreibt man z.B. immer noch Lieblinsfilm, und nicht „Lieblings Film“, wie ich das immer wieder lese. Und es heißt Friedrich-von-Schiller-Straße, und nicht „Friedrich von Schillerstraße“. Und die Apostrophe werden von vielen gedankenlos vor jedes ‚s‘ gesetzt, das am Schluß steht. Die Apostrophregeln wurden nur insofern geändert, daß man jetzt „Ich bereit mir jetzt ein Abendessen“ anstelle von „Ich bereit’ mir jetzt ein Abendessen“ schreiben darf.

    Außerdem denken viele Leute, das Eszett wäre abgeschafft, schreiben also „schliesslich“, „Bussgeld“ und „weiss“ - falsch. Langer Rede kurzer Sinn, die Reform hat viel Unsicherheit gebracht. In der heutigen Zeit der massenhaften Verbreitung der Printmedien und des Internets kann man nicht einfach so, wie zuletzt 1901, eine Rechtschreibreform verordnen. So etwas kann nur schiefgehen, selbst wenn die Regeln tatsächlich Verbesserungen und Vereinfachungen brächten.
    ...

  11. #11
    Forenlegende Avatar von Tompa
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    Ein Dozent meinte kürzlich in einer Deutsch-Vorlesung:
    "Dass man das Wort "belemmert" jetzt mit "ä" schreibt, da es angeblich etwas mit dem Wort "Lamm" zu tun hat, ist mir absolut egal. Dieses Wort habe ich in meinem kompletten Leben vielleicht dreimal geschrieben. [...]
    Seltsamer ist, dass man "Eltern" noch immer mit "E" schreibt und nicht mit "Ä", da dieses Wort ja eindeutig von "die Älteren" abgeleitet wurde."

    Er hat an diesem Abend noch einige sehr interessante Sachen zur Rechtschreibreform gesagt, die ich jedoch nicht mitgeschrieben habe und inzwischen größtenteils vergessen habe
    » Euklid: "Was keine Teile hat ist ein Punkt."
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  12. #12
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    Zitat Zitat von bvql Beitrag anzeigen
    Außerdem denken viele Leute, das Eszett wäre abgeschafft, schreiben also „schliesslich“, „Bussgeld“ und „weiss“ - falsch.
    Falls das dir im Irc aufgefallen ist liegt das daran, dass da Umlaute (also auch ß) oft durch normale Buchstaben ersetzt werden, wobei ich schliesslich immer noch besser finde als schlieszlich.

  13. #13
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    Ich für meinen Teil habe meine eigene Rechtschreibung. Ich schreibe ein bisschen was aus der alten Rechtschreibung, ein bisschen was aus der Neuen und habe damit noch keinerlei Probleme gehabt. Wen es stört, der soll mir nen Deutschlehrer bezahlen der alle meine Schriftstücke jeden Abend durchsieht und verbessert.
    Allgemeines Opfergesetz:

    Egal, auf welcher Seite Du gerade stehst - diese Seite
    wird verlieren.

    Wenn Du die Seite wechselst, wird sich auch das Schlachtenglück wenden.

  14. #14
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    Ein alter Pudel lernt keine neuen Kunststücke mehr.

    Ich schreibe nach wie vor nach der alten Rechtschreibregel, welche ich vor
    35 Jahren gelernt habe. Ich bin der Meinung, damit fahre ich am Besten. Die Geschäftsbriefe, die ich schreibe, schreibe ich alle mit meinem Computer. Ich benutze Textverarbeitungsprogramme aus dem Jahr 1991 bzw. 1999. Mein Chef hat mir gesagt, das er meinen Rechner mal updaten wolle. Aber als ich ihm dann sagte, das er seine Briefe dann selber schreiben könne oder eine Sekretärin einstellen müsse, hat er dann doch darauf verzichtet. Er ist eben doch ein einsichtiger Chef.
    Das Leben ist eine Krankheit mit einer Sterberate von 100%

  15. #15
    Forenlegende Avatar von Tompa
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    Zitat Zitat von Störtebeker Beitrag anzeigen
    Ich schreibe nach wie vor nach der alten Rechtschreibregel, welche ich vor 35 Jahren gelernt habe.
    Ich habe die erste Hälfte meiner Schulzeit die alte Rechtschreibung gelernt und die zweite Hälfte die neue.
    Bei meinem Abitur durfte ich beide Arten anwenden.

    Ich versuche inzwischen aber größtenteils nur noch die neuen Regeln anzuwenden, bin mir aber bewusst, dass ich hier durchaus noch Fehler mache.
    » Euklid: "Was keine Teile hat ist ein Punkt."
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  16. #16
    Stammgast Avatar von Katrina
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    Zitat Zitat von Tompa Beitrag anzeigen
    Was haltet ihr von den Rechtschreibreformen und dem ständigen Hin und Her?
    Ich halte davon so gut wie nichts.

    Selbst meine Deutschlehrerin meinte letztens, dass sie teilweise auch nicht mehr durchblickt und ich denke, bei Deutschlehrern sollte das schon etwas heißen.

    Ich bin sehr gut in der dt. Rechtschreibung, wenn ich das so sagen darf, aber immer und immer wieder wird etwas an der (z.B.) Groß-/Klein- und Zusammen-/Getrenntschreibung verändert, dass selbst die, die ein Rechtschreib-Ass sind, nicht mehr wirklich durchblicken.

    Und gerade das finde ich mehr als bedenklich.

    Wie sollen denn dann die ganzen anderen Generationen die deutsche Rechtschreibung erlernen?

    Was ich aber noch schlimmer finde, ist die Tatsache, dass es in den höheren Klassen eh in den seltensten Fällen noch Übungen zur deutschen Rechtschreibung gibt.

    Wenn ich da an meine letzte und vor allem an meine jetzige Klasse denke... oh oh... da gab es eine kleine kurze Übung mit Test, der nicht wirklich gut ausgefallen ist für die meisten aus meiner Klasse

    Ich finde es wirklich nur noch traurig...

  17. #17
    Forenlegende Avatar von Tompa
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    Zitat Zitat von Katrina Beitrag anzeigen
    Was ich aber noch schlimmer finde, ist die Tatsache, dass es in den höheren Klassen eh in den seltensten Fällen noch Übungen zur deutschen Rechtschreibung gibt.

    Wenn ich da an meine letzte und vor allem an meine jetzige Klasse denke... oh oh... da gab es eine kleine kurze Übung mit Test, der nicht wirklich gut ausgefallen ist für die meisten aus meiner Klasse
    Es gibt in den höheren Klassen auch keine Übungen zum 1x1 mehr.

    Die Rechtschreibung lernt man in den ersten (sagen wir mal) 7 Jahren an der Schule. Anschließend wir vorausgesetzt, dass die Schüler ordentlich schreiben können.
    Was soll man denn in der Oberstufe noch beibringen? Nochmal erklären, welche Wörter man groß schreibt?
    » Euklid: "Was keine Teile hat ist ein Punkt."
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    » Lindgren: "Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war."


  18. #18
    Stammgast Avatar von Katrina
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    Um ehrlich zu sein ja...

    Wenn man sich anschaut, wie viele Jugendliche eine schlechte Rechtschreibung haben, kann man doch einfach nur noch den Kopf schütteln.

    Problematisch ist es natürlich, wenn die Eltern selbst eine schlechte Rechtschreibung haben und mit ihren Kindern in der Grundschule eigentlich auch nicht wirklich üben können und später natürlich erst recht nicht.

    Aber an irgendwas muss es doch liegen. Dann muss man halt die Rechtschreibung von Anfang an schon mehr drannehmen, damit auch nicht so viele Fehler auftreten.

    Vor allem sollte man vieeeel öfter Diktate schreiben, wenigstens auch in der 8., 9. und 10. Klasse. Nicht mal DA gab es Übungen oder dergleichen.

    Stattdessen wurde sich über die vielen Fehler in den Interpretationen gewundert.

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