Svinenysh

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Patchara Petch-a-boon lief neben Henley. Sie war in Gedanken versunken, dachte scharf über etwas nach. Sie fragte: „Weißt du schon was du nimmst?“
Just in diesem Moment zitterten Ihre Comms. „Ha“ sagte Henley „was für ein Zufall. Das müssen die Stundenpläne sein.“ Sie kramten Ihre Handys raus.
Ohne diese kleinen Computer ist ein Leben kaum mehr vorstellbar, jeder Schüler besitzt einen Kommunikationsapparat. Die Vorderseite besteht in Ihrer Gänze aus einer Screen, die Rückseite ist aus Solarzellen gefertigt, in der Mitte ist der Energiespeicher bzw. Energietransmitter verbaut.
Zum Aufladen legt man Sie kurz mit der Stirnseite nach unten. An Ladegeräte kann sich keiner mehr erinnern. Die Effizienz des Panels ist so hoch, dass man den Telco sogar in der Indi-Nacht laden kann. Das ist die Bezeichnung für die Art Nacht wenn der Raah untergegangen ist, aber der 0.92 Lichtjahre entfernte Indi scheint.
Der nahe Stern ist das zweithellste Objekt am Himmel. Heller selbst als der grüne Trymoo. Es gibt also insgesamt sechs Stufen Nacht auf dem Trivy inklusive den Mondstadien. Am Tage fallen all diese Effekte natürlich kaum ins Gewicht.
Zurück zu den Comms: Die nur wenige Millimeter starken Geräte sind wahre Alleskönner und robuste Begleiter. Ihre Gel-Versiegelung und die stoßfeste, abfedernde Bauweise machen Sie geradezu unkaputtbar. Aufgrund des geringen Gewichtes überleben Sie Stürze aus beliebigen Höhen.
Je nach Gusto kann man sie bedienen: Bildschirm-Tastatureingabe, Wutscheln und Wedeln, Spracheingabe und Blicksteuerung sind möglich. Die meisten verwenden letzteres, wobei ein Blinzeln einem Mausklick entspricht.
„Kuck mal Patchara, `Interregionskommunikation – Speziesübergreifende Lernerfahrungen, Kulturen und Exkursionen` das hört sich doch toll an“. „Au ja, das nehmen wir!“ sagte Sie, genauso begeistert wie er.
„Militärgeschichte – die glorreiche Vergangenheit, Chance für zukünftige Generationen, ich glaub das muss ich nehmen…“ Henley zog eine Miene. Dann sagte er: „Naja, ist ja nur eine Stunde.“
„Hast du auch schon was Schönes gefunden, Patchara?“ Sie war in Ihren Comm versunken, verglich alle Daten.
Nach einer kurzen Weile sagte Sie: „Ich nehm Solares Management, Informatik und Sozialdesign.“
Henley lachte: „OK, die ersten beiden sind auch für mich, das zwischenmenschliche Bla bla bla überlasse ich Dir.“
„Dann fehlt ja nur noch ein Fach“ murmelte Patchara, wild blinzelnd, mit flackernden Augen steuerte Sie Ihren Comm, dann mit Erleichterung: „Hier Henley, sieh mal: Medizinische Evolution oder Robo-Technik. Was sagst du?“
„Also ich find die Blecheimer zwar lustig, aber ich glaube ein Bisschen über unsere Biologie zu erfahren ist spannender.“ Patchara nickte.
Somit hatten Sie bereits Ihre neun Fächer zusammen, als Sie im Speisesaal ankamen. „Bis nächsten Freitag haben wir nun Zeit die Daten zu übermitteln“ sagte Henley. „Jetzt schaun wir aber erst mal was Sie hier zum spachteln haben!“
Naja, ein Speisesaal, was soll man groß darüber berichten? Henley sah sich um. Herolds Traube ist schon wieder angewachsen. Außerdem sah man zum ersten Mal ältere Schüler. Die kamen und gingen anscheinend wie sie lustig waren. Locker war die Stimmung, dennoch ging’s diszipliniert zu. Die Freiheit die man den Schülern gewährte trug anscheinend Früchte.
Sie setzten sich an einen freien Platz und aßen. „Was steht als nächstes auf dem Programm, Frau Sekretärin?“ Fragte Henley. Wieder steuerte Sie Ihren Comm mit den Augen und murmelte dabei „mal schauen…“
„Oho, sieh hier: Interregionskommunikation wie schön, was für ein Zufall.“ Sie holte mehr Details ein: „Zimmer E12, das ist hier im Erdgeschoß. In einer Stunde. Da bin ich ja gespannt.“
So standen Sie um die sechzig Minuten später vor E12 mit etwa zwanzig gleichgesinnten. Etwa die Hälfte bestand aus Ruba und Eemits. Wie zu erwarten fehlte Herold.
Ein besonders gemächlicher Eemit näherte sich. Es war der Pädagoge im Fache Interregionskommunikation mit Namen Heexio Palk. Er hielt seinen Comm vor die Tür, diese öffnete sich.
Die Kinder strömten rein, Henley und Patchara unter Ihnen, Sie fanden Platz nebeneinander in der zweiten Reihe, fast ganz außen.
Heexio ging ganz gemächlich auf seinen Lehrerstuhl zu, Packte seine sieben Sachen aus und drehte sich dann langsam um zur Tafel.
Blink! Zwei große aufgeregte Augen in der Tür. Henley bemerkte es sofort, er stupste Patchara.
Auf Zehenspitzen schlich der neue Mitschüler herein, wobei er sich fleißig nach einem Platz umsah. Dann explodierte er! Er spurtete los, wutschte um die Ecken in die zweite Reihe und landete direkt auf dem freien Platz auf der Bank ganz außen direkt neben Patchara Petch-a-boon.
Einige der Schüler kicherten, so auch Henley und Patchara. Der junge Ruba hechelte heftig, war aber zufrieden. Er lächelte.
Heexio Palk war erst jetzt an der Tafel fertig. Nur seinen Namen hat er während der ganzen Zeit hingeschrieben. Das ein Schüler zu spät kam blieb Ihm verschlossen. Auch jetzt widmete er sich lieber seinem Skript, er kramte behäbig darin herum.
Die zwei großen Augen sahen Patchara neugierig an. „Guten Hallo, bin ich Svinenysh!“ Dann fragte er Sie „Du bist wer?“
„Ich bin Patchara“ sagte Sie und streckte Ihre Hand aus. „Und ich bin Henley“ – er reichte Ihm ebenfalls seine Hand.
Svinenysh der Ruba blinzelte, er dachte nach was er nun tun sollte. Dann nahm er einfach beide Hände und schüttelte sie gleichzeitig in Maschinengewehr-Geschwindigkeit. „Patschala, Henley, Svinenysh: Guten Hallo!“ sagte er freudig und etwas zu laut. Deshalb ließ er los und hielt sich gleich die Hand vor den Mund. Er machte sich ganz klein.
„Wo warst du die ganze Zeit?“ Fragte Patchara. Svinenysh flüsterte: „Ich verlaufen und ich großen Hunger…“ Dabei zog er eine traurige Elendsmiene.
Patchara war betroffen: „Dann gehen wir gleich nach der Stunde in die Kantine!“ sagte Sie.
Da saßen Sie also nun nebeneinander aufgereiht, die drei von der Interregionskommunikation. Dem Unterricht folgten Sie von nun an nur noch halbherzig. Es war ja auch zum Einschlafen obwohl sich Heexio Palk wirklich Mühe gab. Aber ein hundertfünfzigjähriger Eemit und zwölfjährige Schüler haben halt unterschiedliche Tempi.
Patchara und Henley freuten sich darauf Ihren neuen Mitstreiter genauer kennenzulernen. Svinenysh selbst schaute ständig auf die Uhr die in seinem Ruba-Comm integriert war. Er hatte scheint’s großen Kohldampf.
Oftmals hielt er sich seinen Bauch. Dann wiederum tat er so als befände er sich im Tiefschlaf, um kurz darauf mit den Fingern Luftgymnastik zu üben oder mit dem Kopf eine Fliege zu verfolgen die vor Ihm durch das Klassenzimmer E12 schwirrte.

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Literatur und Poesie 2 Antworten 0

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Antworten ( 2 )

  1. Bjoern
    0
    10. Oktober 2009 at 11:23 am

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    Hast du die Geschichte selbst geschrieben?
  2. m00rph3us
    0
    26. Oktober 2009 at 11:35 pm

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    Drei Buchstaben: SEO

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